Konferenz Hochschule & Arbeitswelt
Der Beitrag von Erasmus zur Vernetzung von Hochschule und Arbeitswelt
Wien, 29. September 2011
OeAD-Haus, Ebendorferstraße 7
Die europäische Initiative "Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen" (New Skills for New Jobs) zielt darauf ab, den künftigen Kompetenzbedarf besser zu antizipieren, das Kompetenzangebot besser auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts abzustimmen und die Kluft zwischen Bildungs- und Arbeitswelt zu schließen. Die thematische Konferenz befasste sich, ausgehend von diesen Prämissen, mit folgenden Fragen und Themen:
- Wie können europäischen Zielsetzungen praktisch umgesetzt werden?
- Was kann das Erasmus-Programm dazu beitragen?
- Welchen Nutzen haben Studierende, Lehrende, Hochschulen und Unternehmen von einer engen Kooperation zwischen Hochschulbildung und Arbeitswelt?
Zu Beginn stellte Peter Baur, stellvertretender Referatsleiter für den Bereich Hochschulkooperation mit Unternehmen in der Europäischen Kommission, die oben genannte europäische Initiative vor. Weiters verwies er auf die Mitteilung der Europäischen Kommission zur Modernisierung der Hochschulbildung (hier downloaden), die Mitte September 2011 erschienen ist und sich in zentralen Punkten mit der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Arbeitswelt befasst. Sie finden die Präsentation hier zum Download.
Im Anschluss thematisierte Klaus Schedler, stv. Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, den Praxisbezug von hochschulischer Bildung in Bezug auf die Beschäftigungsfähigkeit von Graduierten (hier downloaden). Den dabei georteten Nachholbedarf insbesondere im Universitätssektor verband Schedler mit einem Aufruf zur offenen und nachhaltigen Kommunikation zwischen allen Beteiligten.
Gabriele Abermann, Vizerektorin der FH Salzburg, stellte anschließend gemeinsam mit ihren Kolleginnen Laura Streitbürger und Rosalyn Eder ein Erasmus-Projekt aus dem Bereich 'Zusammenarbeit Hochschule-Unternehmen' vor. In diesem dreijährigen Projekt werden die Frage des effektiven Erwerbs von interkulturellen Kompetenzen durch Studierende und ihr Transfer in Unternehmen beleuchtet. Sie finden die Präsentation hier zum Download.
In einem Mittagsgespräch stellten sich dann Ingrid Gehrke (FH Joanneum), Reinhild Messner (IBM Österreich), Stefan Ossmann (Universität Wien) und Michael Würzelberger (Raiffeisen Informatik GmbH) Fragen nach der praktischen Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen. Thematisiert wurden insbesondere Erasmus Praktika und der mit ihnen verbundene Erwerb fachlicher, kultureller und sozialer Kenntnisse. Daneben wurden die Mobilität von Lehrenden sowie die Kommunikation zwischen Unternehmen und Hochschuleinrichtungen thematisiert.
Die Workshops am Nachmittag widmeten sich folgenden Themen:
- Entrepreneurship lehren (Zusammenfassung zum Download)
- Interkulturelle Kompetenzen und Soft Skills (Zusammenfassung zum Download)
- 'Off the Business World' - Kunst-, Geistes- und Sozialwissenschaften (Zusammenfassung zum Download)
- Bologna kreativ nutzen (Zusammenfassung zum Download)
Am Abend setzte sich eine Podiumsdiskussion nochmals mit den strategischen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit zwischen den Sektoren 'Hochschule' und 'Arbeitswelt' auseinander. Am Podium vertreten waren Barbara Sporn (Vizerektorin, Wirtschaftsuniversität Wien), Helmut Holzinger (Präsident der österreichischen Fachhochschul-Konferenz), Alexander Schneider (Bildungsexperte, Arbeiterkammer Wien) und Peter Baur (Europäische Kommission). Gemeinsam hoben die Teilnehmenden die zentrale Rolle hervor, die einer engeren und zielorientierten Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Einrichtungen der Arbeitswelt zukommt. Dem Thema wird künftig mehr Aufmerksamkeit zukommen müssen als bisher, sofern die europäischen Zielsetzungen hinsichtlich der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen erreicht werden sollen. Zugleich wurde festgestellt, dass die Zugänge zu den vorhandenen Möglichkeiten – etwa im Erasmus-Programm – einfacher gestaltet werden sollten; eine Aufgabe, der sich das neue Programm ab 2014 anzunehmen hat.
Die Veranstaltung richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen (insbesondere aus den Bereichen Entwicklung, Bildung und Personal), an Lehrende und andere Mitarbeiter/innen von Hochschulen, an die Vertreter/innen der Sozialpartner sowie an Personen, die an Projekten im beschriebenen Themenbereich Interesse haben. Durch die Beiträge, die praktische Beispiele sowie in den Diskussionsforen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Ideen entwickeln und Anregungen zur Thematik erhalten.
Downloads
- Programm der Veranstaltung
- Baur - 'New Skills for New Jobs'
- Schedler - Hochschule und Arbeitswelt, Erwartungen und Widersprüche
- Abermann - Projektpräsentation SKILL2E
- Workshop Entrepreneurship - Zusammenfassung
- Workshop Interkulturelle Kompetenzen - Zusammenfassung
- Workshop Off the Business World - Zusammenfassung
- Workshop Bologna kreativ - Zusammenfassung
- Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Weitere Informationen und Links
- University-Business Dialogue and Co-operation (Webseite der Generaldirektion Bildung und Kultur, Europäische Kommission)
- Kurzinformation zum Dialog Hochschule-Wirtschaft (PDF)
- Mitteilung Modernisierung der Hochschulbildung (PDF)
- Broschüre Modernisierung von Europas Hochschulen (PDF, 4 MB)
- Erasmus multilaterale Projekte zur Zusammenarbeit zwischen Hochschuleinrichtungen und Unternehmen (Informationen zur Beantragung von zentralen Projekten)
- Erasmus Praktika für Studierende



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