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European Shared Treasure - Datenbank für Partnerschaften in Comenius, Grundtvig und Leonardo da Vinci


 

ISO 9001:2008
zertifiziert

Erasmus+

Alle Informationen zum Programm Erasmus+ Bildung finden Sie unter bildung.erasmusplus.at.

 

Erasmus+ folgt ab 2014 den Programmen Lebenslanges Lernen, Jugend in Aktion sowie den fünf internationalen Programmen Erasmus Mundus, Tempus, Alfa, Edulink sowie Programm für die Zusammenarbeit mit industrialisierten Ländern in einem neuen integrierten und vereinfachten Programm nach. Neu ist darüber hinaus auch, dass Sportinitaitiven, v.a. im Bereich Breitensport durch das Programm finanziert werden.

Für den Zeitraum 2014-2020 stehen nach der fast zeitgleichen Einigung über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU mind. 13,01 Mrd. Euro für Erasmus + zur Verfügung. Für den Bildungsbereich bedeutet dies eine deutliche Steigerung gegenüber der Programmperiode 2007-2013.

Politisch akkordiert wurde, dass sich Erasmus+ drei Politikbereichen in jeweils eigenen Kapiteln widmen wird: Bildung (Nachfolge von LLP und EU-Drittstaatenprogramme), Jugend (Nachfolge von „Jugend in Aktion“) und Sport. Im Bereich der Bildung werden die bestehenden Programmnamen Comenius, Leonardo da Vinci, Erasmus, Erasmus Mundus und Grundtvig weitergeführt werden, allerdings richtet sich die Struktur von Erasmus+ alleine nach den drei Aktionstypen des Programmes.

77% des gesamten Programmbudgets sind fix dem Bildungsbereich zugeordnet, Jugend erhält 10%.

Mit den durch das Programm vorgesehenen Stipendien können von 2014 bis 2020 EU-weit mehr als vier Millionen Menschen – fast doppelt so viele wie bisher - von Förderungen für die allgemeine und berufliche Bildung profitieren.

 

Allgemeine Ziele von Erasmus+

Erasmus+ soll einen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Strategie Europa 2020 leisten, zur Verwirklichung der Ziele des strategischen Rahmens für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung – „ET 2020“, zur nachhaltigen Entwicklung des Hochschulwesens in Drittländern, zu den allgemeinen Zielen des erneuerten Rahmens für jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa (2010-2018) sowie zur Entwicklung einer europäischen Dimension im Sport entsprechend dem Arbeitsplan der EU für den Sport beitragen.

Aktionstypen in Erasmus+

Zur Erreichung der Ziele von Erasmus+ sieht das Programm drei Aktionstypen vor.

1. Lernmobilität von Einzelpersonen

Für diese Aktionslinie stehen 63% des Budgets zur Verfügung, die es im Kapitel Bildung Personen aus allen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung ermöglichen soll, zum Lernen ins Ausland zu gehen.
 
Dies gilt für

- die Mobilität von Studierenden, Personen in der beruflichen Ausbildung und Lehrlingen für einen Studien- oder Schulungsaufenthalt oder ein Praktikum

Personalmobilität in Form eines Lehraufenthaltes oder einer Aktivität zur beruflichen Entwicklung

-  für Studierende- und Personal im Hochschulbereich mit der Option an  Hochschuleinrichtungen überall auf der Welt zu studieren oder zu lehren. Auch Studierende und Personal aus Drittländern werden verstärkt in Europa studieren, lernen und lehren können.

Mit der Ausweitung des Programms über die EU-Grenzen hinaus soll die Attraktivität der europäischen Hochschulbildung steigen und zugleich die Entwicklung der Hochschulbildung in anderen Teilen der Welt gefördert werden.

2. Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und bewährten Verfahren


Unterstützt werden in diesem Bereich strategische Partnerschaften von Organisationen und Einrichtungen zur Entwicklung und Durchführung gemeinsamer Initiativen sowie für den Erfahrungsaustausch und zur Förderung von Peer Learning.
 
Darüber hinaus sollen Wissensallianzen und  Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten gefördert werden. Bei den Wissensallianzen handelt es sich um weitreichende Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen und Unternehmen, mit denen über neue Lernangebote und neue Qualifikationen Kreativität, Innovation und Unternehmergeist gefördert werden sollen. Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten sind auf Kooperationen zur Innovationsentwicklung  zwischen Bildungs- und Berufsbildungsanbietern und der Arbeitswelt zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit ausgerichtet.
 
Im Hochschulbereich sind darüber hinaus unter dem Sammelbegriff Capacity Building internationale Partnerschaften zur Durchführung von gemeinsamen Bildungsprojekten und Peer-Learning Projekten sowie der Förderung der regionalen Zusammenarbeit vorgesehen.

Für die Aktionslinie zwei des Programmes werden 28% des Erasmus+ Budgets zur Verfügung stehen.

3. Unterstützung politischer Reformen


Dafür sind 4,2% des Programmbudgets reserviert.

Gefördert werden sollen Aktivitäten zur Umsetzung der politischen Agenda der EU im Bereich der allgemeinen und politischen Bildung, die Anwendung der Tranparenz- und Anerkennungselemente der EU (wie Europass, Europäischer Qualifikationsrahmen, ECTS), nationale Informationszentren (NARIC, Eurydice, Euroguidance, eTwinning), der politische Dialog innerhalb sowie außerhalb der EU.
 
Darüber hinaus wird Erasmus+ als neues Element eine sogenannte Garantiefazilität für Studiendarlehen vorsehen. Darüber soll Masterstudierenden die Finanzierung eines Auslandsstudiums erleichtert werden.

Zielgruppen von Erasmus +

Das neue Programm steht allen Lernenden sowie Lehrkräften, Ausbilderinnen und Ausbildern in allen öffentlichen und privaten Einrichtungen offen, die in der allgemeinen und beruflichen Bildung, im Jugend- und im Sportbereich tätig sind. Das Programm wird außerdem in allen Sektoren nicht formale Lernerfahrungen und Tätigkeiten fördern.

Bei Kooperationsprojekten soll die Einbeziehung von Unternehmen als Partner für Bildungseinrichtungen und Jugendorganisationen künftig eine stärkere Rolle spielen.

Welche Länder können teilnehmen?

Erasmus+ steht allen EU-Mitgliedstaaten sowie den EFTA-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen offen. Darüber hinaus können 2014 auch die Türkei und die frühere jugoslawische Republik Mazedonien teilnehmen. Weitere Kandidatenländer, potenzielle Kandidatenländer und Länder der europäischen Nachbarschaftspolitik können in Teilbereichen bzw. im Rahmen von entsprechenden Abkommen teilnehmen.

Ferner unterstützt Erasmus + die Zusammenarbeit mit Partnern aus Drittländern, insbesondere Nachbarschaftsländern im Hochschulbereich.

Administrative und operative Vorbereitungen

Die OeAD-GmbH bereitet sich derzeit auf die Umsetzung des zukünftigen Programms im Bereich Bildung, einschließlich Drittstaatenprogramme, vor.

Zeitplan für die Umsetzung im OeAD:

  • seit Jänner 2013 Informationen auf Webseite, Newsletter, bei Veranstaltungen
  • Sommer 2013 Vorschlag für die Struktur für die Umsetzung des neuen Programms in der OeAD-GmbH
  • Sommer/Herbst 2013 Weiterbildung der OeAD-Mitarbeiter/innen für Programminformationen
  • Herbst 2013 Informationsveranstaltungen für Zielgruppen des Programms
  • Herbst 2013 Informationsmaterialien zum neuen Programm
  • 22.01.2014 Auftaktkonferenz für das neue Programm


Die Organisationsstruktur der Nationalagentur soll – wie bisher – eine Ausrichtung nach Zielgruppen (Schule, Hochschule, berufliche Bildung, Erwachsenenbildung) vorsehen, um die inhaltlichen Aufgaben kunden- und politikorientiert umsetzen zu können. Administrativ wird den Herausforderungen der zum Teil auf europäischer Ebene neu entwickelten Schlüsselaktivitäten Mobilität und Kooperation sowie dem erfolgreichen Abschluss des laufenden Programms für lebenslanges Lernen Rechnung getragen.

Erste Pilotverfahren für die zukünftige Programmgeneration sind für Österreich sehr erfolgreich verlaufen

Wissensallianzen im Hochschulbereich (Dezember 2012): Ein genehmigtes Projekt (von europaweit drei Projekten) für die Montanuniversität Leoben (es gab mehr als 100 Einreichungen auf europäischer Ebene)

Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten (April 2013): Ein genehmigtes Projekt (von europaweit vier Projekten) für die Technische Universität Graz (es gab mehr als 70 Einreichungen auf europäischer Ebene)

Mitarbeit der Nationalagentur in ausgewählten Politik-Bereichen mit EU-Förderung: New Skills, ECVET, Bologna, Lernen am Arbeitsplatz

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